Oxidationsteichanlagen sind - vereinfacht ausgedrückt - nacheinander geschaltete Teiche, die den für die Abwasserreinigung erforderlichen Sauerstoffeintrag einfach
durch die vergleichsweise große Teichoberfläche erhalten. Besonders in dezentralen, ländlichen Räumen können sie eine finanziell und ökologisch interessante Alternative zu technischen Anlagen oder gar zu
weiten “Überlandkanalisationen” darstellen. Vorteile:
- niedrige Baukosten
- kein Energiebedarf im laufenden Betrieb (außer Wartungsarbeiten)
hohes Pufferungsvermögen bei qualitativen und quantitativen Abflussschwankungen durch das große Teichvolumen
verträglich im Landschaftsbild
höhere Biotopwertigkeit als bei technischen Anlagen
deutliche Kapazitätserweiterung (zu späterem Zeitpunkt) vergleichsweise unproblematisch möglich durch Umrüstung als belüftete Teichanlage (z.B. durch Wendelbelüfter)
kann bei ausreichender Bemessung im Mischsystem betrieben werden.
Nachteile:
- verringerte Leistungsfähigkeit bei langen Frostperioden
- hoher Platzbedarf
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