Nach dem verheerenden Hochwasser 1954 wurde der Brücklaer Dorfbach, ein Zulauf der Triebes, verrohrt. Man versprach sich seinerzeit davon mehr Hochwassersicherheit und vor allem mehr
landwirtschaftliche Nutzfläche. Unzureichende Dimensionierung sowie die undichte Ausführung bewirkten jedoch eher das Gegenteil. Seit den 50er Jahren war somit der einst munter
plätschernde Bach in Betonrohre gezwängt. Erstmals wurde aktenkundig die Bachrenaturierung durch Dirk Bergner 1994 im Zusammenhang mit einer Studie zur Abwasserbehandlung Brückla ins Spiel
gebracht. 2003 wurden als Genehmigungs- voraussetzung für den ländlichen Wegebau adäquate Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gebraucht. Beharrlich wurden durch das Ingenieurbüro Bergner Stadt,
Verwaltung, Behörden, Grundstückseigentümer und landwirtschaftliche Nutzer an einen Tisch gebracht, so dass es gelang, in fairem und partnerschaftlichen Umgang miteinander einen für alle
Beteiligten tragfähigen Kompromiss auszuhandeln. Ergebnis: Seit Herbst 2008 darf der Brücklabach unterhalb von Dietels Teich wieder frei und offen durch das Tal plätschern. Dabei
gewinnt er augenscheinlich enorm an Selbstreinigungs- vermögen, und das Landschaftsbild gewinnt durch ihn. Wann dürfen wir Ihre Bachrenaturierung planen? |